***ARTIKEL AUF DEUTSCH

 

* Kaufen Sie "The New American Empire"

 

* Bitte lesen Sie Ÿber Professor Tremblays kurz vorherkommendes Buch, "The Code for Global Ethics" auf: www.TheCodeForGlobalEthics.com/

 

Rodrigue Tremblay, Jahrgang 1939, ist einbekannter …konom kanadischer Herkunft, ein Mann der Politik und gegenwŠrtig emeritierter Professor an der UniversitŠt von MontrŽal in QuŽbec . Sein Fachgebiet sind makroškonomische ZusammenhŠnge, šffentliche Finanzen und internationales Finanzwesen. In seiner Laufbahn bekleidete er die Positionen eines ordentlichen Professors an der UniversitŠt MontrŽal, des PrŠsidenten der North American Economicsand Finance Association, des PrŠsidenten der Canadian Economics Society und eines Beraters fŸr zahlreiche Institutionen. 1976 bis 1979 war er Minister fŸr Industrie und Handel in der Regierung QuŽbecs. GegenwŠrtig ist er VizeprŠsident der Internationalen Vereinigung franzšsischsprachiger …konomen.
Tremblay ist ein profilierter Autor, der 25 BŸcher Ÿber Wirtschaft, Finanzen und Politik verfa§t hat, darunter The New American Empire - Causes and Consequences for the US and for the World (auch auf Franzšsisch und TŸrkisch erschienen, aber nicht auf Deutsch). Sein neuestes in KŸrze erscheinendes Buch heisst

The Code for Global Ethics.

 

zehn humanistischen Gebote

 

(Dr. Rodrigue TREMBLAY)

 

1. Proklamiert die naturgegebene MenschenwŸrde und den inhŠrenten Wert eines jeden Menschen.

 

2. Respektiert Leben und Eigentum anderer.

 

3. Seid tolerant und vorurteilsfrei gegenŸber der Wahlfreiheit und den Lebensstilen anderer.

 

4. Teilt mit denen, die weniger GlŸck haben als ihr und bietet gegenseitige UnterstŸtzung fŸr die, die Hilfe brauchen.

 

5. Beruft euch weder auf LŸgen, noch auf spirituelle Lehrmeinungen, noch auf weltliche Macht, die auf Dominanz und Ausbeutung anderer ausgerichtet ist.

 

6. Vertraut auf eure Vernunft, auf die Logik und die Wissenschaft, um das Universum zu verstehen und zur Lšsung der Probleme des Lebens.

 

7. SchŸtzt und verbessert den natŸrlichen Raum der Erde – Land, Boden, Wasser, Luft und All – und zwar als das gemeinsame Erbe der Menschheit.

 

8. †berwindet eure Meinungsverschiedenheiten und Konflikte, ohne Gewalt auszuŸben, oder Kriege zu fŸhren.

 

9. Regelt šffentliche Angelegenheiten auf der Basis von individueller Freiheit und Verantwortung, mittels einer politischen und wirtschaftlichen Demokratie.

 

10. Entwickelt eure Intelligenz und eure Talente durch Bildung und Flei§.

 

The Code for Global Ethics: Ten Humanist Principles (Englisch) Gebundene Ausgabe -April 2010

 

5.

 

2015, das Jahr der Neocon-Militaristen: droht eine globale Finanzkrise und Krieg?

3. Januar 2015

(2015 : the year of neocon militarists: facing a global financial crisis and war?)

http://freies-oesterreich.net/2015/01/03/2015-das-jahr-der-neocon-militaristen-droht-eine-globale-finanzkrise-und-krieg/#more-4003

 

Von Prof. Rodrigue Tremblay (*)

 

Militaristische Neokonservative, kurz Neocons [1], haben heutzutage die beinahe vollstŠndige Kontrolle Ÿber die amerikanische Regierung inne, ganz egal wer der jeweilige US-PrŠsident ist. Sie lenken die US-Politik im Au§enministerium, im Pentagon, im Finanzministerium und bei der Federal Reserve, also der Zentralbank. Sie sind damit in der Lage, auf die amerikanische Au§enpolitik, MilitŠrpolitik, Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie Geldpolitik Einfluss zu nehmen und diese nach ihrem Willen zu gestalten.

 

Die Neocons kamen erstmals unter der PrŠsidentschaft von Ronald Reagan (1981-1989) zum Zug, der eine von ihnen inspirierte ãAu§enpolitik des MuskelspielsÒ einschlug, die auf militŠrischen Interventionen im Ausland, permanenter KriegsfŸhrung, willkŸrlichen Regimewechseln und der Forderung nach einer imperialen Weltherrschaft [2] auf allen jenen Gebieten beruhte, welche amerikanische Interessen und jene der engeren VerbŸndeten berŸhren. Unter der PrŠsidentschaft von George H. Bush (1989-1993) wurde der Einfluss der Neocons etwas zurŸckgedrŠngt und sie galten eine Zeitlang als die ãVerrŸckten im KellerÒ, was aber ihren neuerlichen Aufstieg innerhalb der amerikanischen Regierung unter der PrŠsidentschaft von Bill Clinton (1993-2001) nicht verhinderte: mit dem von den USA gefŸhrten Kosovo-Krieg und der unverantwortlichen Aufhebung der Finanzregulierungsgesetze aus den 1930er-Jahren, die unter der Bezeichnung Glass-Steagall Act [3] bekannt sind, wurde damals ein Weg eingeschlagen, der letztendlich zur weltweiten Finanzkrise des Jahres 2008 fŸhrte.

 

Den grš§ten Erfolg landeten die Neocons jedoch unter der Regierung von George W. Bush und Dick Cheney (2001-2009), als sie letzteren im Jahr 2003 dazu motivieren konnten, die (illegale) Invasion im Irak unter der FŸhrung der USA vorzunehmen, die zu einem Krieg fŸhrte, der bis heute, zwšlf Jahre danach, andauert und an Umfang sogar noch zunimmt. Die Neocons entwarfen die sogenannte ãBush-DoktrinÒ [4], welche (illegale) PrŠventivkriege und erzwungene politische Regimewechsel in anderen LŠndern guthei§t.

 

Diese Doktrin war von den Neocons schon von langer Hand vorbereitet worden, zuerst von Paul Wolfowitz, als dieser stellvertretender Verteidigungsminister in der George H. Bush-Regierung (1989-1993) war, auch wenn PrŠsident Bush diese Doktrin spŠter šffentlich in Abrede stellen sollte, und wurde ferner in verschiedenen Essays propagiert, welche von einer von William Kristol [6] und Robert Kagan [7] gegrŸndeten neokonservativen Denkfabrik namens ãThe Project for the New American CenturyÒ (PNAC) [5] veršffentlicht wurden.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991 traten die kriegslŸsternen Neocons mit der Parole auf, dass es keine ãFriedensdividendeÒ [8] fŸr die amerikanischen Steuerzahler geben dŸrfe, sondern vielmehr die Vereinigten Staaten die Gelegenheit ergreifen mŸssten, zur einzigen militŠrischen Supermacht der Welt zu werden und daher statt einer Verringerung der MilitŠrausgaben diese vielmehr noch erhšhen mŸssten. Die Zielsetzung war die Errichtung eines militŠrischen New American Empire [9], das im 21. Jahrhundert diejenige Stelle einnehmen sollte, die das britischen Empire [10] im 19. Jahrhundert eingenommen hatte.

 

Es kam wie es kommen musste: nach den 11. September-Ereignissen und der AmtseinfŸhrung von George W. Bush im Wei§en Haus im Jahr 2001, war Paul Wolfowitz [11], nunmehr stellvertretender US-Verteidigungsminister unter Donald Rumsfeld [12], in jener Position, die es ihm erlaubte, erhšhte MilitŠrausgaben der USA zu fordern und fŸr eine neue aggressive US-Au§enpolitik [13] einzutreten. Besonders besorgniserregend war ein bereits im Jahr 2000 publiziertes Forderungspapier der PNAC, in dem unter dem Titel ãRebuilding AmericaÕs DefensesÒ (ãAmerikas Verteidigung wiedererrichtenÒ) die hintergrŸndige These formuliert wurde, nur ein ãneues Pearl HarborÒ [14] kšnne die amerikanische Bevšlkerung dazu bewegen, diejenigen €nderungen in der MilitŠr- und Verteidigungspolitik zu akzeptieren, welche von der neokonservativen Gruppe vorgeschlagen wurde. Paul Wolfowitz war ein Unterzeichner dieses Papiers. Im September 2001 war es dann soweit: das ãneue Pearl HarborÒ kam – wohl nicht zufŠllig und jedenfalls nicht unwillkommen – in Form der Angriffe vom 11. September zustande.

 

Es folgten der Krieg gegen Afghanistan [15], wo die aus Saudi-Arabien und einigen anderen LŠndern stammenden Terroristen des 11. September ausgebildet worden waren und der Krieg gegen den Irak [16], ein Land, das nicht einmal im entferntesten mit den Ereignissen des 11. September in Verbindung stand.

 

Heute, zu Beginn des Jahres 2015, besetzen die Neocons alle SchlŸsselpositionen in der Regierung unter Barack Obama, und es ist daher wohl keine †berraschung, dass die US-Au§enpolitik sich von derjeniger seines VorgŠngers George W. Bush kaum unterscheidet. Die Neocons sorgen bestŠndig fŸr Provokationen, Auseinandersetzungen, Konflikte und Kriege. 2015 kšnnte somit das Jahr sein, in der einige der von ihnen entzŸndeten BrŠnde sich zu richtigen FeuersbrŸnsten entwickeln.

 

Schauen wir uns einige dieser potentiellen Brandherde etwas nŠher an.

 

1.      Die Gefahr einer weiteren gro§en Finanz- und Wirtschaftskrise

 

Am 21. Juli 2010 unterzeichnete PrŠsident Obama eine bereits ziemlich verwŠsserte Version eines Wall Street-Reform- und Verbraucherschutzgesetzes (DoddFrank Wall Street Reform and Consumer Protection Act) [17], um der Korruption des Finanzsektors Herr zu werden, welche die Finanzkrise 2008 hervorgebracht hatte. Das neue Gesetz sollte Teile der von der Clinton-Regierung im Jahr 1999 aufgehobenen Bestimmungen der Finanzregulierungsgesetze aus dem Jahr 1933 (Glass-Steagall Act) wieder in Kraft setzen, um Megabanken und Versicherungsunternehmen davon abzuhalten, staatlich versicherte Einlagen dafŸr zu verwenden, durch riskante Wetten auf dem Derivatemarkt (Credit Default Swaps, Commodity Swaps, Collateralized-Debt Obligations und andere riskante derivative Finanzprodukte, etc.) eine Schuldenpyramide zu errichten.

 

Und was ist daraus geworden? Nur vier Jahre spŠter, am 16. Dezember 2014, hatten Lobbyisten und AnwŠlte, die Vollzeit fŸr die Megabanken arbeiteten, PrŠsident Obama so weit, dass er ein allerlei Rechtsmaterien beinhaltendes sogenanntes ãOmnibusÒ-Gesetz [18] unterzeichnete, das als Haushaltsentwurf verkleidet war, aber nichtsdestotrotz gute 1,1 Billionen Dollar schwer wog; dieses Gesetz enthielt nŠmlich eine Bestimmung, welche die sogenannte Swaps-Pushout-Regel wieder au§er Kraft setzte, die von den Banken, die Ÿber staatlich versicherte Einlagen verfŸgten, verlangt hatte, ihren spekulativen Derivatehandel nur mehr Ÿber nicht versicherte Tochtergesellschaften abzuwickeln, was die Mšglichkeiten der Banken fŸr derartige GeschŠfte natŸrlich deutlich eingeschrŠnkt hatte. Nunmehr, aufgrund des ãOmnibusÒ-Gesetzes, dŸrfen sich die amerikanischen Megabanken wieder voll im SpekulationsgeschŠft mit staatlich versicherten Einlagen engagieren. Wann dieses Finanzkartenhaus neuerlich zusammenstŸrzt, ist derzeit noch nicht abzusehen, aber man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass dies frŸher oder spŠter der Fall sein wird, vor allem dann, wenn die Wirtschaft von einem schweren politischen oder wirtschaftlichen Schock getroffen wird.

 

Ich sehe darin ein Spiel mit dem Feuer seitens der Finanzinstitute und betrachte Obamas Kniefall vor den Megabanken als reinste politische Feigheit. Denn wenn es zu einem wirtschaftlichen Chaos kommt, werden sicherlich nicht die Megabanken, die ihre wŠhrend der Finanzkrise des Jahres 2008 insolvent gewordenen forderungsbesicherten Wertpapiere mittlerweile wieder in frisch gedrucktes bares Geld umwandeln konnten, dafŸr geradestehen, sondern die einfachen BŸrger.

 

Die US-Wirtschaft und viele andere Volkswirtschaften sind noch immer von den Folgen der Finanzkrise des Jahres 2008 gezeichnet, die durch korrumpierte Politiker und Banker aufgrund laxer oder einfach nicht vorhandener Kontrollregelungen und ŸbermŠ§iger Spekulation verursacht wurde. Solche Volkswirtschaften sind anfŠllig und empfindlich gegenŸber unvorhergesehenen finanziellen Schocks, weil in vielen LŠndern das VerhŠltnis der Verschuldung zum Einkommen noch immer sehr hoch ist; dies gilt insbesondere fŸr die USA, wo der Verschuldungsgrad kurz vor der Rezession 2008-09 einen Spitzenwert von 177 Prozent erreicht hat und heute noch immer bei 152 Prozent liegt. (In der Vergangenheit lag das VerhŠltnis der Verschuldung zum Einkommen deutlich unter 90 Prozent.) Ein plštzlicher Anstieg der ZinssŠtze kšnnte daher verheerende Folgen fŸr viele Volkswirtschaften nach sich ziehen.

 

Zum einen schwankt die EuropŠische Union [19], die grš§te Volkswirtschaft der Welt, am Rande der Rezession und leidet unter den verschiedenen staatlich verordneten Sparprogrammen, unter einem Ÿberbewerteten Euro (was die LŠnder der Eurozone betrifft) und unter den Einbu§en der Wirtschaft infolge des Russland-Ukraine-Konflikts. FŸr Europa ist das laufende Dezennium ein verlorenes Jahrzehnt mit hoher Arbeitslosigkeit, geringem Wirtschaftswachstum und schlechter werdenden sozialen Bedingungen. Und es ist noch kein Licht am Ende des Tunnels abzusehenÉ

 

Das Wachstum Chinas [20], der drittgrš§ten Volkswirtschaft der Welt, verlangsamt sich ebenfalls sehr rasch infolge eines †berschusses an ProduktionskapazitŠt, schwachen weltweiten Nachfrage und der 25-prozentigen Aufwertung des chinesischen Renminbi seit 2004, welche zu einer Stagnation der Exporte beigetragen hat. Aufgrund des hohen Schuldenstandes der chinesischen Volkswirtschaft von 176 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ist auch der Finanzsektor deutlich angeschlagen. DarŸber hinaus ist die chinesische Wirtschaft strukturelle VerŠnderungen unterworfen, da die Politik der chinesische Regierung bestrebt ist, die AbhŠngigkeit des Landes von auslŠndischen MŠrkten zu reduzieren und anstelle eines exportorientierten Modells in Hinkunft mehr inlŠndische Wachstumsquellen erschlie§en mšchte.

 

Die US-Wirtschaft [21] wiederum ist nach wie vor schwach und kann nicht genŸgend neue ArbeitsplŠtze schaffen; selbst wenn es in den letzten Monaten zu einer leichten Erholung kam, ist die Erwerbsquote von 66,5 Prozent vor der Rezession 2008/09 auf heutige 62,7 Prozent zurŸckgegangen. Millionen von Amerikanern haben immer noch Teilzeitjobs anstelle von Vollzeit-ArbeitsplŠtze, wŠhrend die Reallšhne der arbeitenden Bevšlkerung stagnieren oder fallen – dies sind weitere Indikatoren, dass die Dinge derzeit nicht zum Besten stehen.

 

Da die US-Regierung aus eigenem keine Finanzpolitik und keine Industriepolitik zustandebringt, sah sich die Fed (Federal Reserve, also die Zentralbank), gezwungen, mit einer aggressiven Geldpolitik einzugreifen, wie sie es zuvor in ihrer Geschichte noch nie getan hatte. Die Fed hat ihre Kreditvergaben an die Banken seit 2008 vervierfacht, d.h. auf 4,5 Billionen Dollar erhšht, und verfolgt eine riskante Politik mit geringen Zinsraten bis hin zur Nullzinspolitik.

 

Dadurch hat die Fed eine gigantische Finanzspekulationsblase [22] erzeugt. Diese in geordneter Weise abzuwickeln wird keine leichte Aufgabe sein, zumal die US-Regierung in den kommenden zwei Jahren durch eine politische Pattsituation gelŠhmt sein wird, da die republikanische Mehrheit im Kongress den demokratischen PrŠsidenten an die Wand spielen und zu einer lahmen Ente machen kann, so dass es fŸr die US-Regierung schwierig sein wird, auf eine neue Finanzkrise in geeigneter Weise zu reagieren.

 

Ein weiteres schlechtes Omen fŸr die USA ist der Zusammenbruch der Geldumlaufgeschwindigkeit [23], die Ÿber die letzten beinahe 20 Jahre hin betrachtet auf einem historischen Tief angelangt ist, so wie es in den spŠten 1920er Jahren kurz vor Beginn der Weltwirtschaftskrise der Fall war. Dass sowohl der politische wie auch der Finanzsektor der USA alles andere als gesund sind, sollte fŸr die kommenden Jahre Anlass zur Sorge sein.

 

2.      Die reale Gefahr eines Atomkrieges infolge der Wiederbelebung des Kalten Krieges mit Russland

 

Ein Spiel mit dem Feuer in Finanzfragen ist eine Sache, das Spiel mit dem Atomkrieg ist hingegen eine ganz andere Sache. Leider ist die von den Neokonservativen inspirierte US-Regierung heute in beide Agenden tief verstrickt.

 

Die US-Regierung hat sich seit vielen Jahren fŸr eine aggressive geopolitische KriegsfŸhrung gegen Russland eingesetzt, zunŠchst durch ihre Politik der geopolitischen und militŠrischen Einkreisung [24] Russlands, indem sie mit der Integration der Ukraine [25] die NATO-Erweiterung bis an dessen Grenzen vorangetrieben hat, und zweitens durch ihre Politik einer WirtschaftskriegfŸhrung gegen Russland, um dessen Wirtschaft zu untergraben und in der Folge einen Regimewechsel herbeizufŸhren. Es ist ein Spiel mit Šu§erst riskanten EinsŠtzen.

 

Einige der sichtlich Wahnsinnigen unter den Neocons treten bereits offen fŸr einen neuen Weltkrieg [26] ein, wobei natŸrlich Russland der prŠsumptive Gegner ist, da sie gegen dieses Land offenbar persšnliche AnimositŠten haben. Das Schlimme dabei ist, das PrŠsident Barack Obama auf einige dieser Wahnsinnigen zu hšren scheint.

 

…l als geopolitisches Werkzeug

 

Der 50-prozentige Preissturz beim …lpreis im Jahr 2014 kann als Teil eines weitangelegten von den USA gefŸhrten Wirtschaftskrieges [27] angesehen werden, der die russische Wirtschaft destabilisieren und einen …l-Slump (Zusammenbruch) [28] provozieren soll, da ja 50 Prozent der russischen Staatseinnahmen bekanntlich aus seinen ExportverkŠufe von Erdšl und Erdgas stammen. Die politischen EntscheidungstrŠger in Washington wollen in erster Linie die LieferabhŠngigkeit zwischen Gazprom und EU aufbrechen, um Russland dadurch zu schwŠchen und eine Lieferkontrolle Ÿber die EU vermittels amerikanischer VerbŸndeter wie Saudi-Arabien und Katar zu erzielen.

 

Eine solcherart kŸnstlich herbeigefŸhrter Zusammenbruch des …lpreises wŸrde die auf Betreiben der USA Russland auferlegten wirtschaftlichen und finanziellen Sanktionen erweitern, welche das BŸro des US-Finanzministeriums fŸr Terrorismus und FinanzaufklŠrung (U.S. TreasuryÕs Office of Terrorism and Financial Intelligence) [29] entworfen hatte, eine Einrichtung, welche im Jahr 2004 auf Betreiben der AIPAC [30]

errichtet wurde. Daneben gab es auch noch andere Versuche der US-Regierung, die AbhŠngigkeit Europas von russischem Erdšl und Erdgas zu verringern.

 

Saudi-Arabien, das Ÿber …lkapazitŠten im †berschuss verfŸgt, diese kostengŸnstig abbauen kann und dadurch in der Lage ist, den internationalen …lpreis zu manipulieren, hat sich im September 2014 plštzlich und ohne ersichtlichem Grund entschlossen, Rohšl zu stark ermŠ§igten Preisen zu verkaufen und seine …lproduktion trotz rŸcklŠufiger weltweiter …lnachfrage auf hohem Niveau zu erhalten.

 

Dies ist die genaue Umkehrung der Vorgangweise, die Saudi-Arabien und die OPEC-LŠnder im Herbst 1973 eingeschlagen hatte, als sie plštzlich den …lpreis auf das Vierfache erhšhten und dadurch eine weltweite Rezession hervorriefen.

 

Die Strategie ist allerdings jener Šhnlich, die Saudi-Arabien im Jahr 1986 ergriff, als es nach einer Vereinbarung mit der US-Regierung die Welt mit billigem Erdšl Ÿberschwemmte, was zum Zusammenbruch des internationalen …lpreises auf unter 10 Dollar pro Barrel fŸhrte. Die seinerzeitige Zielsetzung war die Untergrabung der Wirtschaft der Sowjetunion und des Irak, deren damaligen VerbŸndeten; allerdings litten auch andere LŠnder wie etwa die kanadische Wirtschaft stark unter diesem Schachzug.

 

Auch dieses Mal scheint eine †bereinstimmung der Interessen der US-Regierung und denen des saudiarabischen Kšnigreichs vorzuliegen. Aus Sicht der US-Regierung ist es das Hauptziel, den russischen und iranischen Energiesektor zu beeintrŠchtigen und die Finanzgebarung der russischen Regierung unter PrŠsident Wladimir Putin zu schŠdigen; gleichzeitig soll die saudiarabische UnterstŸtzung im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) [31] im Irak und in Syrien gesichert werden.

 

Aus saudiarabischer Sicht unterstŸtzt ein Kampf um den Weltšlpreis seine regionalen und globalen Ziele in dreierlei Weise. Erstens versucht die saudiarabische Regierung bekanntlich, die Erdšl- und Erdgasfšrderung im gesamten Nahen Osten zu dominieren und sich den reichen europŠischen Markt zu sichern, wodurch sie im Gegensatz zu Iran und Syrien steht. Zweitens mšchte die saudiarabische Regierung Druck auf Russland ausŸben, damit es seine UnterstŸtzung fŸr das syrische Assad-Regime beendet. Drittens mšchte Saudiarabien Marktanteile zurŸckgewinnen, die es gegenŸber teurerem …l aus …lschiefer und Teersand verloren hat. Durch die Absenkung der …lpreis hofft Saudiarabien, konkurrierende solche …lproduzenten aus dem GeschŠft zu verdrŠngen, indem es deren Produktion unrentabel macht.

 

Allerdings wŸrde ein solcher Schritt auch die US-…lproduktion aus …lschiefer in North Dakota stark beeintrŠchtigen und erdšlproduzierende Staaten wie Texas kšnnten in eine Rezession verfallen, obwohl die US-Wirtschaft in Gesamtschau von billigerem Erdšl profitieren wŸrde. Auch die …lherstellung aus Teersand in Alberta (Kanada) wŸrde darunter leiden, was zu einer Abwertung des kanadischen Dollars und mšglicherweise zu einer kanadisches Rezession fŸhren kšnnte. Die Schieferšl- und Teersand-…lindustrie wŠren somit die ersten unschuldigen Opfer der von der US-Regierung und ihren VerbŸndeten im Nahen Osten verfolgten weitangelegten Geopolitik.

 

Da das Kšnigreich Saudiarabien ein amerikanischer Satellitenstaat ist, ist es hšchst unwahrscheinlich, dass ein Plan der †berschwemmung der …lmŠrkte und der HerbeifŸhrung eines dramatischen …lpreisverfalls ohne stillschweigende, wenn nicht sogar offener Zustimmung seitens der US-Regierung zustandekam. Es kann daher wohl angenommen werden, dass eine Vereinbarung [32] in dieser Richtung anlŠsslich des Treffens zwischen US-Au§enminister John Kerry und Kšnig Abdullah im September 2014 zustandekam.

 

Die Ukraine als geopolitisches Pfand

 

Was die Destabilisierung der Ukraine [33] als Nachbarland Russlands betrifft, so hat die stellvertretende Au§enministerin Victoria Nuland ziemlich deutlich bestŠtigt, dass die US-Regierung in den Sturz der legitimen gewŠhlten ukrainischen Regierung im Februar 2014 tief involviert war, wobei es das deklarierte Ziel der USA war, eine amerikanische Marionettenregierung [34] in der Ukraine zu installieren. Das stellt eine Verhšhnung der Demokratie dar und zeigt auf, wie tief die US-Regierung in Machtpolitik im Ausland verstrickt ist und sich in aggressiver Weise in die inneren Angelegenheiten anderer LŠnder einmischt.

 

Die von PrŠsident Barack Obama zur stellvertretenden Au§enministerin ernannte Neokonservative Victoria Nuland hat šffentlich bestŠtigt, dass die US-Regierung hat 5 Milliarden Dollar investiert hat, um die Ukraine zu destabilisieren und einen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland herbeizufŸhren [35]. Man kommt unschwer zum Schluss, dass die ukrainische Krise eine Krise ãmade in WashingtonÒ ist. Nulands bekannte beleidigende Bemerkung ãFuck the EUÒ [36] ist ein weiteres Indiz dafŸr, dass die US-Regierung eine Krise mit Russland provozieren wollte, nicht um den EuropŠern zu helfen, sondern um seine eigenen klargesteckten imperialen Ziele zu verfolgen, was immer dies dem russischen Volk und den EuropŠern kosten wŸrde.

 

Am meisten beunruhigend ist die Verantwortungslosigkeit, mit der das US-ReprŠsentantenhaus am 4. Dezember 2014 die sogenannte Resolution 758 [37] verabschiedete, die de facto einer KriegserklŠrung an Russland gleichkommt; sie basiert auf falschen Voraussetzungen, verdrehten Fakten und falschen Anschuldigungen. Eine derart unverantwortliche Vorgangsweise zeigt deutlich, in welch schlechten HŠnden sich die FŸhrung der Welt derzeit befindet.

 

Wenn sowjetischen Raketen auf Kuba [38], 90 Meilen vom US-Festland entfernt, 1962 fŸr die US-Regierung inakzeptabel waren, wie sollen dann US-amerikanische Raketen in der Ukraine, direkt an der russischen Grenze, im Jahr 2015 fŸr die russische Regierung akzeptabel sein? Wer sich ein wenig mit der Geschichte auseinandergesetzt hat, sollte darauf eine Antwort wissen.

 

Schlussfolgerung

 

Wenn die Weltpolitik im Jahr 2015 eine Wendung zum Schlechteren nehmen sollte, dann sollte die Welt auch wissen, wer der Schuldige ist. Manche glauben, dass das Weltgeschehen rein zufŠllig ist und keine Planung dahinter steht. Sie liegen damit falsch. Všllig falsch. Schlechtgeplante Politik oder vorsŠtzliche Missetaten einzelner Regierungen sowie Operationen unter falscher Flagge sind oft auslšsend fŸr geopolitische Krisen, seien es Finanzkrisen, Wirtschaftskrisen oder militŠrische Krisen. So kommt es manchmal auch vor, dass die ãVerrŸckten im KellerÒ fŸr Krisen ausschlaggebend sind.

 

Es wird hingegen langsam auch fŸr die uninformierten oder falschunterrichteten Menschen unter uns immer klarer, dass das Wiederaufleben des Kalten Krieges und die Konfrontation mit Russland von Washington aus gelenkt wird und dass nicht Russland der Aggressor war (wie es die offizielle Propaganda und glauben machen mšchte), sondern dass Russland vielmehr auf eine ganze Reihe von US-gelenkten Provokationen lediglich reagiert hat.

 

Warum gab es so viele destabilisierende Interventionen der US-Regierung auf der ganzen Welt und wer profitiert von dieser kŸnstlich verursachten InstabilitŠt am meisten? Das ist eine gute Frage, die einfache amerikanische BŸrger sich fragen sollten.

 

Auf nationaler Ebene wŠre in den USA zu hinterfragen, ob die US-Wirtschaft weiterhin von Bankern gefŸhrt werden sollte. Auf internationaler Ebene wŠre die Frage zu stellen, ob die US-Regierung ihre Politik weiterverfolgen soll, die russische Regierung bewusst in die Enge zu treiben und Ma§nahmen zu ergreifen, um die russische Wirtschaft zu zerstšren. Das sind im Grunde Kriegshandlungen. Sind einfache amerikanische BŸrger mit dieser Politik einverstanden? Wer wird am meisten profitieren und wer am meisten verlieren, wenn es zu einem nuklearen Krieg mit Russland kommt? Da die EuropŠer an der vordersten Front eines solchen Konflikts stehen wŸrden, ist das eine Frage, die auch in Europa zu beantworten ist.

Was die Welt heute dringend benštigt, ist ein rechtstaatlich organisiertes internationalen Umfeld und keinesfalls ein chauvinistisches Ein-Welt-Imperium, das ausschlie§lich auf seine Eigeninteressen achtet.

 

Noch grundsŠtzlicher formuliert, sollte man die falschen Ideologie des Zusammensto§es zwischen den Nationen (clash between nations) ablehnen. Sie ist ein schwerer und gefŠhrlicher Trugschluss, der die Welt in eine Katastrophe stŸrzen kšnnte.

 

Quelle: www.globalresearch.ca/2015-year-of-the-militaristic-neocons-looming-global-financial-crisis-and-wars/5422093

__________

*) Rodrigue Tremblay (geb. am 13. Oktober 1939), 1976-79 kanadischer Industrie- und Handelsminister, emeritierter Professor fŸr Wirtschaftswissenschaften der UniversitŠt von Montreal, spezialisiert auf Makroškonomie, internationalen Handel und Finanzen sowie šffentliche Finanzen. Professor Tremblay ist Autor mehrerer BŸcher Ÿber Wirtschaft und Politik, darunter The New American Empire (2003) und The Code for Global Ethics (2010).

 

Anmerkungen:

[1] www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/graphic/2008/02/01/GR2008020102389.html

[2] en.wikipedia.org/wiki/The_New_American_Empire

[3] www.thenewamericanempire.com/tremblay=1161.htm; de.wikipedia.org/wiki/Glass-Steagall_Act

[4] en.wikipedia.org/wiki/Bush_Doctrine; de.wikipedia.org/wiki/National_Security_Strategy_vom_September_2002

[5] de.wikipedia.org/wiki/Project_for_the_New_American_Century

[6] de.wikipedia.org/wiki/William_Kristol

[7] de.wikipedia.org/wiki/Robert_Kagan

[8] en.wikipedia.org/wiki/Peace_dividend; de.wikipedia.org/wiki/Friedensdividende

[9] s. Fu§noten [2] und [3]

[10] en.wikipedia.org/wiki/British_Empire; de.wikipedia.org/wiki/Britisches_Weltreich

[11] en.wikipedia.org/wiki/Paul_Wolfowitz; de.wikipedia.org/wiki/Paul_Wolfowitz

[12] en.wikipedia.org/wiki/Donald_Rumsfeld; de.wikipedia.org/wiki/Donald_Rumsfeld

[13] www.pbs.org/wgbh/pages/frontline/shows/iraq/etc/cron.html

[14] en.wikipedia.org/wiki/The_New_Pearl_Harbor; www.amazon.com/New-Pearl-Harbor-Disturbing-Administration/dp/1566565529/

[15] en.wikipedia.org/wiki/War_in_Afghanistan_(2001%E2%80%93present), de.wikipedia.org/wiki/Krieg_in_Afghanistan_seit_2001

[16] en.wikipedia.org/wiki/Iraq_War; de.wikipedia.org/wiki/Irakkrieg

[17] www.rollingstone.com/politics/news/how-wall-street-killed-financial-reform-20120510?page=3

[18] cir.ca/news/federal-budget-fy-2015

[19] econ.economicshelp.org/2007/03/economic-problems-of-european-union.html [nicht aktuell!]

[20] blogs.marketwatch.com/thetell/2014/03/10/why-chinas-economy-is-in-trouble-in-one-chart/

[21] www.zerohedge.com/news/2014-10-21/19-surprising-facts-about-messed-state-us-economy

[22] systemicdisorder.wordpress.com/2014/01/15/federal-reserve-inflates-bubble/

[23] theeconomiccollapseblog.com/archives/the-velocity-of-money-in-the-u-s-falls-to-an-all-time-record-low

[24] www.thenewamericanempire.com/tremblay=1157.htm

[25] ca.news.yahoo.com/russia-says-kievs-move-join-nato-dangerous-europe-131813073.html

[26] www.thenewamericanempire.com/tremblay=1076.htm

[27] www.bloomberg.com/news/2014-11-17/russia-says-u-s-waging-economic-warfare-to-subjugate-opponents.html

[28] www.vox.com/2014/12/16/7401705/oil-prices-falling

[29] www.scoop.co.nz/stories/HL1409/S00190/us-office-of-terrorism-and-financial-intelligence.htm

[30] topdocumentaryfilms.com/aipac-the-israeli-lobby/; de.wikipedia.org/wiki/American_Israel_Public_Affairs_Committee

[31] www.ecfr.eu/article/commentary_saudi_arabia331

[32] www.boilingfrogspost.com/2014/10/24/the-secret-stupid-saudi-us-deal-on-syria/

[33] www.paulcraigroberts.org/2014/02/12/washington-orchestrated-protests-destabilizing-ukraine/

[34] www.ronpaulinstitute.org/archives/featured-articles/2014/february/09/victoria-nulands-ukraine-gate-deceptions/

[35] www.hangthebankers.com/us-spent-5-billion-to-destabilize-ukraine/

[36] www.informationclearinghouse.info/article37599.htm

[37] www.lewrockwell.com/2014/12/michael-s-rozeff/declaring-war-on-russia/

[38] www.thecanadianencyclopedia.ca/en/article/cuban-missile-crisis/

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4.

 

2015: Das Jahr der militaristischen Neocons: Drohende globale Finanzkrisen und Kriege?

7. JANUAR 2015

AUTOR: Rodrigue Tremblay

Erschienen als 2015: ÒYear auf the Militaristic NeoconsÓ: Looming Global Financial Crisis and Wars? auf globalresearch.ca, Ÿbersetzt von Ullrich F.J. Mies

ãDer gefŠhrliche Patriot: Derjenige, der in den Chauvinismus abgleitet und blinden Enthusiasmus fŸr MilitŠraktionen zeigt. Er ist Verteidiger des Militarismus und seiner Ideale, fŸr Krieg und Ruhm. Chauvinismus ist die stolze und kriegerische Form des Patriotismus, É die eine Vielzahl von Feinden identifiziert, mit denen man nur durch militŠrische Macht fertig wird, und die die nationale Ehre mit militŠrischen Siegen gleichsetzt.Ò – James A. Donovan (1916-1970), amerikanischer Anwalt und Kommandeur in der Marine- Reserve der USA!

ãDort, wo es eine Konzentration der Macht in wenigen HŠnden gibt, Ÿbernehmen viel zu hŠufig MŠnner mit der MentalitŠt von Gangstern die Kontrolle.Ò Lord Acton identisch mit John E. Dahlberg (1834-1902), englisch-katholischer Historiker, Politiker und Autor

ãWenn du Krieg willst, musst du eine Doktrin mŠsten. Doktrinen sind die schrecklichsten Tyrannen, die es je gegen Menschen gibt.Ò – William Graham Sumner (1840-1910), amerikanischer Wissenschaftler

ãDie gro§e Verhaltensregel im Hinblick auf fremde Nationen liegt darin, unsere Wirtschaftsbeziehungen auszudehnen und so geringe politische Verbindungen wie irgend mšglich zu haben É Es ist unsere wahre (auswŠrtige) Politik, bestŠndigen Allianzen mit irgendeinem Teil der auswŠrtigen Welt aus dem Wege zu gehen.Ò – George Washington (1732-1799), Erster PrŠsident der USA, (1789-1797), Farewell Address, 1796

Heutzutage haben die militaristischen Neokonservativen oder Neocons die nahezu  vollstŠndige Kontrolle Ÿber die amerikanische Regierung Ÿbernommen, wer auch immer unter deren Fassade der PrŠsident ist. Sie bestimmen Ÿber die US-Politik im Au§enministerium, im Pentagon, im Finanzministerium und in der FED. So befinden sie sich in der Position, die amerikanische auswŠrtige Politik, die MilitŠrpolitik, die Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie die Geldpolitik zu beeinflussen und zu formulieren.

Das war vor der Ronald Reagan Administration (1981-1989) nicht der Fall. Letzterer Ÿbernahm eine von den Neocons inspirierte auswŠrtige Politik der StŠrke auf der Grundlage militŠrischer Interventionen, des permanenten Krieges, willkŸrlicher Regimewechsel und einer imperialen weltweiten Herrschaft in allen Angelegenheiten, die im amerikanischen Interesse oder ihrer Alliierten zu sein schienen. Obwohl es ihnen unter der Regierung von George H. Bush (1989-1993) nicht so gut ging, als man sie fŸr die ãVerrŸckten im KellerÒ hielt, gelang ihnen der Wiederaufstieg in die amerikanische Regierung unter der Bill Clinton Administration (1993-2001) mit dem von den USA gefŸhrten Kosovokrieg und der verantwortungslosen Demontage des Glass-Steagall Gesetzes (1), um auf diese Weise den Weg fŸr die weltweite Finanzkrise im Jahr 2008 zu bereiten.

Der grš§te Erfolg der Neocons kam jedoch mit der Georg W. Bush und Dick Cheney Administration (2001-2009) als sie diese dazu Ÿberredeten, die (illegale) von den USA gefŸhrte Invasion in den Irak los zu treten, ein Krieg, in dem wir noch immer stecken und der sich aktuell ausweitet – und das zwšlf Jahre spŠter. Die Neocons entwarfen auch die so genannte ãBush DoktrinÒ (illegaler) prŠemptiver Kriege und gewaltsamer politischer Regimewechsel in anderen LŠndern.

Dies war eine Ideologie, die die Neocons schon lange entwickelt hatten, zum einen als Paul Wolfowitz stellvertretender Verteidigungsminister in der George H. Bush Administration (1989-1993) war, auch wenn er dies šffentlich zurŸckwies, und zum anderen in verschiedenen Essays, die von einem neokonservativen Think Tank veršffentlicht wurden, der sich ãThe Project for the New American Century (PNAC)Ò nannte und
von William Kristol und Robert Kagan  gegrŸndet wurde.

Nach dem Fall des sowjetischen Empires 1991 argumentierten die kriegstreiberischen Neocons, dass es fŸr den amerikanischen Steuerzahler keine ãFriedensdividendeÒ geben sollte, vielmehr sollten die USA die Gelegenheit ergreifen, die einzige militŠrische Supermacht der Welt zu werden und darum die MilitŠrausgaben erhšhen und nicht absenken. Die Intention war die GrŸndung eines militŠrischen Neuen amerikanischen Empires fŸr das 21. Jahrhundert analog zum britischen Empire im 19. Jahrhundert.

TatsŠchlich, nach den Ereignissen von 9/11 und der Ankunft von Georg W. Bush im Wei§en Haus 2001 befand sich Paul Wolfowitz als stellvertretender US Verteidigungsminister unter Donald Rumsfeld in einer besseren Position, die US-MilitŠrausgaben zu erhšhen und eine neue aggressive US-Au§enpolitik zu befšrdern. Was am Besorgnis erregendsten war, ist die Tatsache, dass das PNAC im Jahr 2000 ein Papier mit dem Titel ãRebuilding AmericaÕs DefensesÒ (mit Paul Wolfowitz als Unterzeichner) produzierte, das rŠtselhafterweise anmerkte, dass nur ein ãneues Pearl HarbourÒ die Amerikaner dazu bringen wŸrde, die militŠr- und verteidigungspolitischen Transformationen zu akzeptieren, die die Neocon-Gruppe vorschlug. Schlie§lich, im September 2001, wandelte sich das ãneue Pearl HarborÒ zufŠllig und gŸnstig in die Angriffe von 9/11.

Der Krieg gegen Afghanistan, wo die 9/11 Terroristen trainierten (und die aus Saudi-Arabien und einigen wenigen anderen LŠndern kamen), sowie der Krieg gegen den Irak, ein Land, das nicht einmal im Entferntesten mit den Ereignissen von 9/11 verbunden war, folgten.

Zu Beginn des Jahres 2015 besetzen die Neocons SchlŸsselpositionen innerhalb der Barack Obama Administration und es sollte keine †berraschung sein, dass sich die US-Au§enpolitik von der Georg W. Busch Administration kaum unterscheidet. Die Neocons befšrdern fortgesetzt Provokationen, Konfrontationen, Konflikte und Kriege. TatsŠchlich kšnnte das Jahr 2015 das Jahr werden, in dem viele der Feuer, die sie entzŸndeten, in FlŠchenbrŠnde ausarten.

Lassen Sie uns einen Blick auf einige von ihnen werfen.

1. Die Gefahr einer weiteren grš§eren Finanz- und Wirtschaftskrise

Am 21. Juli 2010 unterzeichnete PrŠsident Obama eine bereits verwŠsserte Version des Dodd Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act, um die Finanzkorruption zu regulieren, die die Finanzkrise 2008 verursachte. Das neue Gesetz war dazu gedacht, Teile des 1933er Glass-Steagall Gesetzes wieder in Kraft zu setzen, das von der Clinton Administration 1999 abgerŠumt wurde, um Mega-Banken und Versicherungskonzerne daran zu hindern, Regierungs-abgesicherte Einlagen zu benutzen und fŸr sich selbst eine Pyramide von riskanten Schulden auf dem Derivaten-Markt zu kreieren. (credit default swaps, commodity swaps, collateralized-debt obligations und andere riskante Derivat-Finanz-Produkte, etc.)! Aber raten Sie! Nur vier Jahre spŠter, am 16. Dezember 2014, Ÿberredeten Lobbyisten und AnwŠlte, die in Vollzeit fŸr die Mega-Banken tŠtig sind, PrŠsident Obama, einen massiven 1,1 Billionen (1 100 Milliarden, Ad†) Sammel-Gesetzentwurf zu unterzeichnen, getarnt als Budget-Gesetzentwurf.  Dieser enthŠlt die Bestimmung, eine Regelung zu entfernen, die als ãswaps push outÒ Regelung bekannt ist. Die letztere verlangt von versicherten Banken, nicht-versicherte Tochtergesellschaften zu etablieren, um ihre spekulativen Derivat-Handels-AktivitŠten durchzufŸhren.

In der Konsequenz sind amerikanische Mega-Banken nun zurŸck im GeschŠft, mit von der Regierung abgesicherten Einlagen zu spekulieren. Wann das gesamte Finanz-Kartenhaus erneut in die Luft fliegt, ist unbekannt. Aber Sie kšnnen sicher sein, dass es geschieht, insbesondere, wenn die Wirtschaft ein ernsthafter politischer oder škonomischer Schock trifft.

Ich wŸrde dies als ãgefŠhrlichen finanziellen PokerÒ bezeichnen und Obamas Unterwerfung unter die Mega- Banken als ãpolitische FeigheitÒ. Und, wer glauben Sie, wird fŸr die škonomische Bescherung bezahlen, wenn sie eintritt? SelbstverstŠndlich nicht die Mega-Banken, die ihre insolventen asset-backed Sicherheiten in frisch gedrucktes kaltes Bargeld nach der 2008er Finanzkrise transformierten, sondern die Allgemeinheit.

Die US-…konomie und viele andere …konomien wanken immer noch unter den Folgen der 2008er Finanzkrise, die von korrupten Politikern und Banken mit ihren schlaffen oder nicht-existierenden Regulierungen und exzessiven Spekulationsprojekten verursacht wurde. Solche …konomien sind empfindlich und verletzbar gegenŸber unvorhersehbaren Finanzschocks, da die Schuld-zu-Einkommens- Raten in vielen LŠndern immer noch sehr hoch sind, einschlie§lich der USA, wo die Verschuldungsrate in der Spitze kurz vor der Rezession von 2008-2009 bei 177% lag und noch immer bei hohen 152% liegt (Historisch lag die Schuld-zu-Einkommens-Rate einiges unter 90%). Eine plštzliche Anhebung der Zinsen kšnnte daher in vielen LŠndern die …konomien ruinieren.

Die EuropŠische Union, die grš§te Weltškonomie, wankt am Rande der Rezession und leidet unter verschiedenen von Regierungen auferlegten AusteritŠtsprogrammen, unter einer Ÿberbewerteten EurowŠhrung (fŸr die LŠnder in der Eurozone) und unter der Auswirkung ihres Konfliktes mit Russland hinsichtlich der Aufnahme der Ukraine in die NATO. Europa befindet sich tatsŠchlich in der Mitte einer verlorenen Dekade mit hoher Arbeitslosigkeit, einem geringen škonomischen Wachstum und sich verschlechternden sozialen Bedingungen. Und, es gibt kein Licht am Ende des Tunnels.

Chinas …konomie, die drittgrš§te Weltškonomie, schwŠcht sich mit einer exzessiven ProduktionskapazitŠt ebenfalls schnell ab, wŠhrend seine Exporte seit 2004 unter einem 25%igen RŸckgang des chinesischen Renminbi leiden, sowie unter einer schwachen Weltnachfrage. DarŸber hinaus ist der chinesische Finanzsektor ebenfalls verwundbar aufgrund der Tatsache, dass Chinas Schuld-Niveau auf 176 % seines Bruttosozialproduktes angestiegen ist. Die chinesische …konomie ist auch mit strukturellen VerŠnderungen konfrontiert, da die chinesische Regierung Politiken durchfŸhrt, um die AbhŠngigkeit des Landes von auslŠndischen MŠrkten zu verringern und von einem exportorientierten Modell hin zu einem mehr auf einheimische WachstumskrŠfte basierenden Modell zu wechseln.

FŸr die US-…konomie gilt: Sie ist noch schwach und unfŠhig, neue ArbeitsplŠtze zu generieren, trotz einer Verbesserung im Laufe der letzten Monate, wobei die Erwerbsquote vor der Rezession 2008/2009 von 66,5% auf heute 62,7% gesunken ist. Es ist eine Tatsache, dass Millionen Amerikaner Teilzeitjobs haben, aber gerne VollzeittŠtigkeiten hŠtten. Auch stagnieren oder fallen sogar die tatsŠchlichen Arbeitseinkommen derjenigen, die arbeiten. Das sind auch Indikatoren, dass die Dinge nicht normal laufen.

Da von der US-Regierung keine Fiskal- und auch keine Industriepolitik ausgeht, ist die FED gezwungen, mit der aggressivsten Geldpolitik ihrer Geschichte einzuspringen. TatsŠchlich hat die FED ihre Bankkredite seit2008 auf 4,5 Billionen US-Dollar (4500 Milliarden, U.M.) vervierfacht und hat eine riskante Null- und Niedrigzinspolitik betrieben.

In der Konsequenz hat die FED eine gigantische Finanz-Vermšgenswert-Blase geschaffen. Das Abwickeln derartiger monetaristischer Gro§artigkeit ist keine leichte Aufgabe. DarŸber hinaus wird die US-Regierung durch die festgefahrene Situation fŸr die kommenden zwei Jahre gelŠhmt. Des Weiteren wird sie von einem durch die Republikaner kontrollierten Kongress paralysiert, der gegen den demokratischen Lahme-Ente- PrŠsidenten in Stellung gebracht wird. Auf diese Weise wird es der US-Regierung schwer gemacht, auf eine neue Finanzkrise adŠquat zu reagieren.

Ein weiteres unheilvolles Zeichen ist der Zusammenbruch der Geldumlaufgeschwindigkeit in den USA, genauso wie in den spŠten 1920er Jahren, kurz vor Beginn der gro§en Depression. Und sie ist aktuell auf dem tiefsten Stand seit etwa 20 Jahren. Dass beide, der amerikanische politische sowie der Finanzsektor krank sind, sollte fŸr die kommenden Jahre beunruhigend sein.

2.  Die reale Gefahr eines Nuklearkrieges und das Wiederaufleben des Kalten Krieges mit Russland

Eine waghalsige Politik in Finanzfragen ist eine Sache; eine Politik am Rande des Abgrundes zum Nuklearkrieg eine andere. Traurigerweise ist die Neocon-inspirierte US-Regierung heute in beide verwickelt.

TatsŠchlich engagiert sich die US-Regierung seit vielen Jahren in einem aggressiven geopolitischen Krieg gegen Russland. Erstens im Hinblick auf die DurchfŸhrung einer Politik der geopolitischen und militŠrischen Einkreisung durch die Integration der Ukraine in die NATO und ihre Ausweitung an Russlands Grenzen und zweitens durch die Implementierung einer Politik des Wirtschaftskrieges gegen Russland, um dessen …konomie zu unterminieren und gegebenenfalls einen Regimewechsel im Land zu provozieren. Das ist ein Spiel des ãWagst Du Dich?Ò

Einige der noch geistesgestšrteren Neocons rufen šffentlich zum neuen 3. Weltkrieg auf, vermutlich mit Russland, einem Land gegen das sie persšnliche Aversionen zu hegen scheinen. Das sind einige der Wahnsinnigen, auf die PrŠsident Obama hšrt.

3. …l als geopolitisches Werkzeug!

Der 50%ige Einbruch des …lpreises im Jahr 2014 kšnnte Teil eines weiteren US-gefŸhrten Wirtschaftskriegs-Planes sein, die russische Wirtschaft zu destabilisieren und einen …l-Preissturz zu provozieren. Dies im vollen Bewusstsein, dass 50% des russischen Staatseinkommens auf die Exporte von …l und Gas zurŸckgehen. Ferner wollen die politischen FŸhrer in Washinton D.C. die Gazprom-EU-EnergieabhŠngigkeit aufbrechen, um Russland zu schwŠchen und die Kontrolle Ÿber die EU durch amerikanische Alliierte wie Saudi-Arabien Katar zu behalten.

Der kŸnstliche Fall des …lpreises scheint eine ErgŠnzung zu den bereits bekannten Entscheidungen zu sein, Russland scharfe, von Amerika gefŸhrte Wirtschafts- und Finanzsanktionen aufzubŸrden. Diese wurden vom U.S. TreasuryÕs Office of Terrorism and Financial Intelligence (2) (eine Einrichtung,  die 2004 nach intensivem Lobbying durch AIPAC) entwickelt. Sie stehen in Verbindung mit weiteren Versuchen der USRegierung, das Vertrauen der EU in russisches …l oder Gas zu schwŠchen.

Seit September hat Saudi-Arabien, ein Land mit ŸberschŸssigen …l-KapazitŠten und geringen Produktionskosten (und in einer Position, die internationalen …lpreise zu manipulieren), plštzlich und dramatisch entschieden, …l zu tiefen Discountpreisen zu verkaufen sowie die …lproduktion auf einem hohen Niveau zu halten und dies angesichts einer zurŸckgehenden Welt-…lnachfrage.

Das ist das Gegenteil von dem, was Saudi-Arabien und die anderen OPEC LŠnder im Herbst 1973 machten, als sie plštzlich den …lpreis vervierfachten und eine weltweite Wirtschaftsrezession provozierten.

Au§erdem ist dies eine umgekehrte Strategie, die Saudi-Arabien 1986 verfolgte, als es die Welt mit billigem Saudi-…l Ÿberschwemmte und so den internationalen …lpreis nach einer †bereinkunft mit der US-Regierung auf weniger als 10 Dollar pro Barrel zusammenbrechen lie§. Das Ziel war, die …konomien der Sowjetunion und ihres frŸheren Alliierten Irak zu unterminieren, auch wenn andere LŠnder wie zum Beispiel die kanadische Wirtschaft massiv unter einem derartigen Schachzug litten.

Diesmal scheint es eine †bereinstimmung der Interessen der US-Regierung und des saudischen Kšnigreichs zu geben. Aus der Sicht der US-Regierung ist das Hauptziel, dem russischen und iranischen Energiesektor zu schaden und die Finanzen von PrŠsident Vladimir Putins russischer Regierung zu beschŠdigen – bei gleichzeitiger Sicherung des saudi-arabischen Beistands, den islamischen Staat (IS) im Irak und in Syrien zu bekŠmpfen.

Aus saudischer Sicht nŸtzt ein Welt-…l-Preis-Krieg seinen regionalen und globalen Zielen auf drei Weisen. Erstens ist gut bekannt, dass die saudische Regierung den …l- und Gasmarkt in der gesamten Region des Mittleren-Ostens dominieren und den reichen europŠischen Markt sichern will und sich in Opposition zu Iran und Syrien befindet. Zweitens wŸrde die saudische Regierung auch gerne Druck auf Russland ausŸben, seine UnterstŸtzung fŸr die syrische Assad-Regierung zu beenden. Drittens mšchte Saudi-Arabien Marktanteile zurŸckgewinnen, die es an die kostspieligeren Schiefer-…le und …l-Sande verlor. Durch die Absenkungen der …lpreise hofft Saudi-Arabien die Konkurrenz zu vermindern oder sogar aus dem GeschŠftzu drŠngen, in dem es deren Produktion weniger profitabel macht.

Dennoch ist ein solcher Schritt verbunden mit einer ernsthaften SchŠdigung der Schieferšlproduktion in Nord Dakota/ USA und šlproduzierenden Staaten wie Texas. Diese kšnnten in die Rezession fallen, auch wenn die US-…konomie insgesamt von billigerem …l profitieren wird. Die …lproduktion aus Teersanden in Alberta/ Canada wird ebenfalls schwer leiden und das bedeutet einen Fall des kanadischen Dollars und mšglicherweise eine Rezession in Kanada. Die Schiefer- und Teersand-…lindustrien werden die unschuldigen Hauptopfer der gesamten geopolitischen Politik sein, die von der US-Regierung und ihren mittel-šstlichen Alliierten verfolgt wird.

Da das Kšnigreich Saudi-Arabien ein amerikanischer Klientel-Staat ist, ist es mehr als unwahrscheinlich, dass ein solcher Schritt, die …l-MŠrkte zu Ÿberschwemmen und einen starken Fall der …lpreise herbeizufŸhren, ohne stillschweigende †bereinstimmung, wenn nicht auf der Grundlage einer offenen Zustimmung durch die US-Regierung entschieden wurde. TatsŠchlich gibt es weitgehende Spekulationen,dass US-Au§enminister John Kerry und Kšnig Abdullah bei ihrem Treffen im September 2014 vermutlich einen umfassenden Deal aushandelten.

4. Die Ukraine als geopolitische Schachfigur

Mit Blick auf die Destabilisierung von Russlands Nachbarn Ukraine30 hat Victoris Nuland, Assistant Secretary of State, hinreichend zugegeben, dass die US-Regierung in den Umsturz der legitimen und gewŠhlten ukrainischen Regierung im letzten Februar tief verwickelt war, mit dem erklŠrten Ziel der Installation einer US-Marionettenregierung. Das macht aus der Demokratie eine Farce und demonstriert einzig, wie intensiv die US-Regierung im Ausland Machtpolitik betreibt und sich in die internen Angelegenheiten anderer LŠnder intensiv einmischt.

Die neokonservative Victoria Nuland, die von PrŠsident Obama zur Assistant Secretary of State ernannt wurde, hat šffentlich zugegeben, dass die US-Regierung 5 Milliarden $ investiert hat, um die Ukraine zu destabilisieren und einen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland zu schaffen. Es ist nicht schwer, schlusszufolgern, dass die Ukraine-Krise eine von Washingtons produzierte Krise ist. Ihre berŸhmte und beleidigende Bemerkung Ÿber Europa (Fuck the EU) ist ein weiteres klares Zeichen, dass die US-Regierung eine Krise mit Russland provozieren will, nicht um den EuropŠern zu helfen, vielmehr, um ihren eigenen beschrŠnkten imperialen Zielen zu dienen – was auch immer die Kosten fŸr die Russen oder die EuropŠer sein mšgen.

Was am meisten verstšrt, ist die Verantwortungslosigkeit, mit der das US-ReprŠsentantenhaus die Resolution 758 am 4. Dezember 2014 durchgewunken hat. Dies ist in allen praktischen Absichten gleichbedeutend mit einer KriegserklŠrung gegenŸber Russland auf der Basis von falschen Voraussetzungen, verdrehten Fakten und falschen Anschuldigungen. Mit dieser Art verantwortungsloser FŸhrung befindet sich die Welt aktuell in sehr schlechten HŠnden.

Die Wahrheit ist: Waren sowjetische Raketen in Kuba, 90 Meilen vom US-Territorium fŸr die US-Regierung im Jahre 1962 unakzeptabel, dann sind amerikanische Raketen in der Ukraine an den russischen Grenzen fŸr die russische Regierung im Jahre 2015 auch nicht akzeptabel. FŸr alle, die sich in Geschichte auskennen, sollte es nicht so schwierig sein, dies zu verstehen.

Schlussfolgerung

Sollte sich das Weltgeschehen 2015 zum Schlechten wenden, dann sollte die Welt wissen, auf welche TŠter sie mit den Fingern zeigen sollte. Manche Leute denken, dass Weltereignisse rein zufŠllig geschehen und dass es keine Planungen dahinter gibt. Sie liegen falsch, grundfalsch. Schlechte Regierungspolitiken, Verbrechen, Operationen unter falscher Flagge oder ganz einfache Fehlkalkulationen stehen oft im Zentrum vieler geopolitischer Krisen, seien sie finanzielle, škonomische oder militŠrische. Manchmal geschieht es, dass die ãVerrŸckten im KellerÒ (die Neocons, Ad†) an den Schalthebeln der Macht sitzen.

Es wird immer deutlicher – selbst fŸr die Uninformierten und die Falschinformierten unter uns, dass die Wiederkehr der Kalten-Kriegs-Konfrontation mit Russland in Washingtons D.C. ausgearbeitet wurde und dass Russland nicht der Aggressor war (so wie die offizielle Propaganda es uns glauben machen mšchte). Vielmehr hat Russland auf eine ganze Serie von US-gefŸhrten Provokationen lediglich reagiert.

Warum hat es so viele destabilisierende Interventionen durch die US-Regierung rund um die Welt gegeben und wer profitiert am meisten von dieser menschengemachten InstabilitŠt? Das ist eine gute Frage, die sich die einfachen Amerikaner selbst stellen sollten. Sollte die US-…konomie zuhause weiter von Bankern gefŸhrt werden? Und international gesehen, sollte die US-Regierung ihre Politik des gezielten Versuchs fortsetzen,die russische Regierung in eine Ecke zu schieben und die russische …konomie zu zerstšren? Das sind Kriegshandlungen. Stimmen die normalen Amerikaner mit einer solchen Politik Ÿberein? Wer wird am meisten profitieren, wer wird am meisten verlieren, wenn es einen Atomkrieg mit Russland geben sollte? Da die EuropŠer in einem solchen Konflikt ganz vorn an der Front wŠren, sollte diese Frage auch in Europa beantwortet werden.

Was die Welt jetzt so verzweifelt benštigt, ist eine vom Gesetz gefŸhrte, vom Gesetz regierte internationale Umgebung, nicht das hurra-patriotische und chauvinistische Vorgehen des Welt-Empire, das einzig und allein auf seine Eigeninteressen schaut.

Noch grundsŠtzlicher: Wir sollten die falsche Ideologie des Kampfes zwischen Nationen zurŸckzuweisen. Sie ist eine Besorgnis erregende und gefŠhrliche Fehlentwicklung, die nur zu einem Welt-Desaster fŸhren kann.

________________________________________

von Rodrigue Tremblay ist von seiner LehrtŠtigkeit befreiter Professor fŸr …konomie der UniversitŠt Montreal. Er ist Autor des Buches

The New American Empire.

Sieh seinen blogue : http://www.thenewamericanempire.com/blog

und sein nŠchstes Buch :

www.TheCodeForGlobalEthics.com/

 

Original Global Research:

________________________________________

Fussnoten:

(1) ãIn the 1990s, super large American banks launched a $300 million campaign of lobbying efforts to have the Roosevelt-era-Glass-Steagall act repealed. That important 1933 law had prevented American banks from gambling with government insured money by merging risky and uninsured investment banks that underwrite securities and commercial banks that take insured depositsÒ aus:

(2) Bei dieser Regierungs-Agentur handelt es sich um eine Unterabteilung der insgesamt 17 Geheimdienste der ãintelligencecommunityÒ, hier des Finanzministeriums.
 ÒThe Office of Terrorist Finance and Financial Crimes (TFFC) is an agency of the United States federal government in the United States Department of the Treasury. Under the supervision of
the Under Secretary for Terrorism and Financial Intelligence, the TFFC is policy development and outreach office for the Under Secretary and works across all elements of the national security community – including the law enforcement, regulatory, policy,
diplomatic and intelligence communities – and with the private sector and foreign governments to identify and address the threats presented by all forms of illicit finance to the international financial system.Ó

 

 

3.

http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=5731&lg=de

 

Warum die NATO nicht einfach abschaffen?

AUTOR: Rodrigue TREMBLAY

 

Die Aufgabe der NATO ist es, ãdie Russen drau§en, die Amerikaner drinnen und die Deutschen unten zu halten.Ò

Lord Ismay, erster NATO GeneralsekretŠr

ãWir sollten unverzŸglich ein Treffen des Nordatlantischen Rates einberufen, um Ÿber die Sicherheit Georgiens zu beraten und Ma§nahmen zu prŸfen, die die NATO ergreifen kann, um dazu beizutragen, diese sehr gefŠhrliche Situation zu stabilisieren.Ò

John McCain am 8.August 2008

ãWenn wir prŠventiv mit Ru§land und mit Georgien gearbeitet und sichergestellt hŠtten, da§ die NATO die FŠhigkeit und die nštige PrŠsenz und Entschlossenheit besitzt, hŠtten wir dieses [die Invasion SŸd-Ossetiens und die darauf folgende Antwort Ru§lands] vielleicht verhindern kšnnenÒ

Tom Daschle, frŸherer MehrheitsfŸhrer der Demokraten im Senat und Berater von Barack Obama am 17. August 2008

ãVon allen Feinden der allgemeinen Freiheit ist Krieg vielleicht derjenige, der am meisten zu fŸrchten ist, weil er die Keime fŸr alle weiteren enthŠlt und nŠhrt.

James Madison (1751 - 1836), vierter amerikanischer PrŠsident

 

 

Das Nordatlantische VerteidigungsbŸndnis (North Atlantic Treaty Organization - NATO) ist ein †brigbleibsel des kalten Krieges. Es wurde am 4. April 1949 als defensive Allianz westeuropŠischer LŠnder, Kanadas und der Vereinigten Staaten gegrŸndet, um die erstgenannnten LŠnder vor der Vereinnahmung durch die Sowjetunion zu schŸtzen.

Aber seit 1991 existiert das Sowjet-Imperium nicht mehr und Ru§land arbeitet seitdem mit westeuropŠischen LŠndern zusammen, indem es sie mit …l und Gas und allen mšglichen anderen Waren versorgt. Dies hat das Geflecht wirtschaftlicher Beziehungen in Europa verstŠrkt und die Notwendigkeit fŸr eine solche defensive MilitŠrallianz Ÿber die eigenen Verteidigungssysteme der europŠischen LŠnder hinaus stark verringert.

 

Allerdings sieht die US-Regierung die Dinge nicht auf diese Weise. Sie zšge es vor, ihre Rolle als bevormundender BeschŸtzer Europas und als einzige Supermacht der Welt zu behalten. Die NATO ist ein willkommenes Werkzeug, um dies zu erreichen. Aber vielleicht sollte sich die Welt Sorgen wegen der Art von Leuten machen, die auf dem Planeten herumlaufen, den Benzinkanister in der einen Hand und  eine Schachtel Streichhšlzer in der anderen halten und  vorgeben, Feuerversicherungen  zu verkaufen.

So wie es derzeit aussieht, ist es eine Tatsache, da§ die US-Regierung und die einflu§reichen Kreise in der usamerikanischen Au§enpolitik die NATO als wichtiges Werkzeug der usamerikanischen Au§enpolitik  fŸr Interventionen in aller Welt ansehen. Da viele usamerikanische Politiker die UN als oberste internationale Organisation zur Sicherung des Friedens in der Welt de facto nicht mehr unterstŸtzen, erscheint die NATO in ihren Augen als hšchst attraktiver Ersatz fŸr die Vereinten Nationen, ihren ansonsten illegalen offensiven militŠrischen Unternehmungen in aller Welt den  Anschein der RechtmŠ§igkeit zu geben. Sie ziehen es vor eine kleinere Organisation wie die NATO vollstŠndig zu kontrollieren, selbst wenn sie zu einer ŸberflŸssigen Institution geworden ist, als bei den Vereinten Nationen, wo die USA immerhin eines der fŸnf Vetos im Sicherheitsrat halten, gezwungen zu sein, Kompromisse einzugehen.

Das ist die bestimmende Logik hinter den VorschlŠgen, die NATO neu zu ordnen, neu zu orientieren und zu vergrš§ern und sie zu einem handlichen Werkzeug der usamerikanischen Au§enpolitik zu machen. Dies ist eine weiterer Beweis, da§ ŸberflŸssige Institutionen ein Eigenleben haben. Wenn der Zweck fŸr den sie ursprŸnglich geschaffen wurden, nicht lŠnger existiert, werden neue Zielsetzungen erfunden, um sie am Leben zu halten.

Was die NATO angeht, so geht der Plan dahin, sie in eine vergrš§erte offensive, imperiale, von den USA dominierte politische und militŠrische Allianz gegen den Rest der Welt zu verwandeln. Entsprechend dem Plan soll nicht nur die NATO in Zentral-Osteuropa um die meisten der frŸheren Mitglieder des Warschauer Paktes (Polen, die tschechische Republik, die Slovakei, Bulgarien, RumŠnien, Albanien und Ungarn) und viele der frŸheren Republiken der Sowjetunion (Estland, Lithauen, Lettland, Georgien und die Ukraine) erweitert werden, sondern es sollen auch in Asien Japan, Australien, Neuseeland, SŸdkorea hinzukommen, und mšglicherweise soll sogar Israel im Nahen Osten zugelassen werden. Heute ist die ursprŸnglich aus zwšlf Mitgliedsstaaten bestehende NATO zu einer Organisation von 26 Migliedern angewachsen. In der Zukunft kšnnten daraus, wenn es nach dem Willen der US-Amerikaner geht, 40 Mitgliedsstaaten werden.

 

In den USA halten Republikaner und Demokraten die Umwandlung der alten NATO in diese offensive MilitŠrallianz gleicherma§en fŸr eine gute (neokonservative) Idee, um sowohl amerikanische Interessen als auch die von engen VerbŸndeten wie Israel in aller Welt zu befšrdern. Dies wird nicht nur von den neokonservativen Bush und Cheney aktiv vorangetrieben, sondern ebenfalls von den neokonservativen Beratern der beiden PrŠsidentschaftskandidaten im Wahljahr 2008, Senator John McCain und Senator Barack Obama. TatsŠchlich sind beide PrŠsidentschaftskandidaten enthusiastische BefŸrworter militŠrischer Interventionen, was im wesentlichen daran liegt, da§ sich beide auf Berater verlassen, die aus demselben neokonservativen Lager stammen.

So sind etwa die rŸcksichtslose Eile, mit der Bush-Cheney der frŸheren Sowjetrepublik Georgien die NATO-Mitgliedschaft versprochen haben, sowie die militŠrische UnterstŸtzung und Versorgung fŸr das Land ein gutes Beispiel dafŸr, wie die NATO in Washington D.C. von beiden gro§en politischen Parteien US-Amerikas gesehen wird. Auf der einen Seite der republikanische Kandidat, der sich eine neue Weltordnung vorstellt, die um eine von den Neokonservativen inspirierte ãLiga der DemokratienÒ herum errichtet werden soll, die die Vereinten Nationen de facto ersetzen und Ÿber die die USA die Welt regieren wŸrden. Die Position von Senator Barack Obama auf der anderen Seite ist nicht sehr weit von Senator McCains au§enpolitischen VorschlŠgen entfernt. So tritt Senator Obama fŸr den Einsatz militŠrischer Gewalt durch die USA und im Zuge von multilateralen militŠrischen Interventionen bei regionalen Krisen zu ÒhumanitŠren ZweckenÒ ein, selbst wenn hierfŸr die Vereinten Nationen Ÿbergangen werden mŸ§ten. Aus diesem Grund ist mit Sicherheit davon auszugehen, da§ wenn Senator Obama jemals an die Macht gelangt, er keinerlei Bedenken haben wird, Senator McCains Sicht der Welt zu Ÿbernehmen. So wŸrden zum Beispiel wahrscheinlich beide PrŠsidentschaftskandidaten ein Streichen der Klausel der NATO-Konvention unterstŸtzen, die den Ersteinsatz von Nuklearwaffen verbietet. Man darf es als sicher ansehen, da§ unabhŠngig davon, welcher der beiden Kandidaten ins Wei§e Haus einzieht, die Welt noch weniger gesetzestreu und sicher sein wird, als sie es unter der gesetzlosen Regierung Bush-Cheney schon wurde.

 

Allerdings ist schwer einzusehen, wie diese offensive Rolle der NATO im Interesse der europŠischen LŠnder oder Kanadas liegen kšnnte. Insbesondere Westeuropa hŠtte im Falle eines Wiederbeginns des kalten Krieges mit Ru§land und mšglicherweise auch mit China alles mšgliche zu befŸrchten. Die Umwandlung der NATO von einem nordatlantischen VerteidigungsbŸndnis zu einer von den USA gefŸhrten weltweit offensiven MilitŠrorganisation wird tiefgehende internationale geopolitische Konsequenzen in aller Welt zur Folge haben, insbesondere aber fŸr Europa.

Europa Ÿbt eine starke wirtschaftliche Anziehungskraft auf Ru§land aus. Warum sich also auf die agressive  Politik der Regierung Bush-Cheney einlassen und Ru§land militŠrisch durch die Erweiterung bis an Ru§lands HaustŸr und durch Errichtung eines Raketenschildes in seiner unmittelbaren Nachbarschaft umzingeln? WŠre es fŸr Europa nicht besser, harmonische wirtschaftliche und politische Beziehungen zu Ru§land zu entwickeln? Warum den nŠchsten Krieg vorbereiten?

Was Kanada unter der neokonservativen Minderheitsregierung Harper betrifft, so ist es in Bezug auf auswŠrtige Angelegenheiten de facto traurigerweise zu einer usamerikanischen Kolonie geworden - ganz ohne ernsthafte Diskussion oder ein Referendum in Kanada Ÿber diese Frage. Das letzte was Kanada braucht, ist diesen verminten Weg weiterzugehen.

Es scheint der  Schlu§ nahe zu liegen, da§ die humanistische Idee von Frieden, freiem Handel und internationalem Recht als Grundlagen der Weltordnung zugunsten einer RŸckkehr zu Gro§machtpolitik und Kanonenbootdiplomatie Ÿber Bord geworfen werden. Dies ist ein RŸckschritt um 100 Jahre.

Es ist eine Schande!

 

Quelle: http://www.thenewamericanempire.com/tremblay=1093

Originalartikel veršffentlicht am 20. August 2008

†ber den Autor

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Rodrigue Tremblay ist von seiner LehrtŠtigkeit befreiter Professor fŸr …konomie der UniversitŠt Montreal. Er ist Autor des Buches

The New American Empire.

Sieh seinen blogue : http://www.thenewamericanempire.com/blog

und sein nŠchstes Buch :

www.TheCodeForGlobalEthics.com/

 

 

 

2.

www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=3221&lg=de

 

Wachsender Imperialismus und Faschismus in den USA

 

AUTOR: Rodrigue Tremblay

 

†bersetzt von  Hergen Matussik, ŸberprŸft von Fausto Giudice

 

 ÒWenn Tyrannei und UnterdrŸckung in dieses Land kommen, so wird es in der Verkleidung des Kampfes gegen einen Šu§eren Feind sein.Ò

James Madison (1751 - 1836), 4. US PrŠsident und Verfasser der US Verfassung

 

ãWenn der Faschismus nach Amerika kommt, so wird er in die Fahne gewickelt sein und das Kreuz tragen.Ò

Sinclair Lewis, (It canÔt happen here, 1935)

 

ãUnglŸckselige Ereignisse im Ausland haben uns erneut zwei einfache Wahrheiten Ÿber die Freiheit eines demokratischen Volkes gelehrt. Die erste Wahrheit ist, da§ die Freiheit einer Demokratie nicht sicher ist, wenn das Volk das Heranwachsen einer privaten Macht bis zu dem Punkt duldet, an dem diese Macht stŠrker ist als der demokratische Staat. Dies ist seinem Wesen nach Faschismus - Die Regierungsgewalt als Eigentum einer einzelnen Person, einer Gruppe oder irgendeiner anderen privaten Instanz, die sie kontrolliert.Ò

Franklin D. Roosevelt (1882-1945), 32. US PrŠsident

 

ã... Ein Imperium ist Despotismus, und ein Imperator ist ein Despot, durch kein Gesetz gebunden, keiner EinschrŠnkung au§er durch seinen eigenen Willen unterworfen. Es ist die Erweiterung der Tyrannei Ÿber die absolute Monarchie hinaus. Denn obwohl der Wille eines absoluten Monarchen Gesetz ist , mŸssen seine Verordnungen doch von den Parlamenten abgezeichnet werden. Noch nicht einmal diese FormalitŠt ist in einem Imperium erforderlich.Ò

John Adams (1735-1826), 2. amerikanischer PrŠsident

 

ãIch bin der Oberbefehlshaber, verstehen Sie? Ich mu§ nicht erklŠren, warum ich etwas sage. Das ist das Interessantl daran, PrŠsident zu sein. Jemand anders mu§ mir mšglicherweise erklŠren, warum er etwas gesagt hat, aber ich habe nicht das GefŸhl, da§ ich irgendjemandem eine ErklŠrung schulde.Ò

George W.Bush, in Bob Woodwards Buch âBush at WarÔ (Bush im Krieg) zitiert.

 

Es mag zum Teil eine Folge der Terrorattacken vom 11. September 2001 und der Wahrnehmung einer wachsenden Bedrohung durch fanatische Islamisten sein, aber es ist nicht zu leugnen, da§ Imperialismus in der auswŠrtigen Welt und Faschismus in Amerika selbst im Amerika des 21. Jahrhunderts im Aufstieg begriffen sind. Das ist erstaunlich, denn zusammen mit dem totalitŠren Kommunismus waren genau diese beiden die zwei katastrophalsten politischen Krankheiten des 20. Jahrhunderts, gegen die die Vereinigten Staaten und andere Demokratien wŠhrend des mšrderischsten Jahrhunderts in der Geschichte der Menschheit kŠmpften.

Eine solche Entwicklung ist bedeutsam fŸr die Vereinigten Staaten, aber sie ist auch von Ÿberragender Bedeutung fŸr alle anderen Demokratien, denn wenn die Vereinigten Staaten, die eine der besten demokratischen Verfassungen der Welt haben, einer Art von gutartigem Totalitarismus verfallen, welches Schicksal mag der Demokratie anderswo beschieden sein ?

 

Lassen Sie uns einige Begriffe definieren, bevor wir weitermachen. Was ist Imperialismus? Was ist Faschismus? Was ist Totalitarismus? Und was ist Demokratie?

 

Erstens, Imperialismus ist der Gebrauch von Gewalt in internationalen Beziehungen, unter Mi§achtung des  internationalen Rechts und den Erfordernissen gerechtfertigter Selbstverteidigung, mit dem Ziel andere LŠnder, ihre Einwohner und ihre Resourcen  zu kontrollieren, und mit der ausdrŸcklichen Absicht, ihre Kulturen oder ihr Regierungssystem zu Šndern.

 

Das beste Buch Ÿber Imperialismus ist Der Imperialismus von John Atkinson Hobson. (Kiepenheuer u. Witsch, 1968)

 

Zweitens, Faschismus ist ein politisches Regime, das durch eine hohe Konzentration der Macht im Staate auf eine einzelne politische Partei oder auf eine Person gekennzeichnet ist, begleitet von einem messianischen und kriegerischen Nationalismus. Weitere Kennzeichen sind die unrechtmŠ§ige †bernahme von Aufgaben der Legislative und Judikative durch die Exekutive, die UnterdrŸckung individueller Freiheit, die Verehrung von nationalen Symbolen wie Fahnen, und durch einen gesteigerten Militarismus und die Notwendigkeit von militŠrischer Expansion im Ausland, oft um eine empfundene Erniedrigung zu rŠchen.

Eines der besten BŸcher Ÿber Faschismus Anatomie des Faschismus von Robert O. Paxton (dva, 2006)

 

Drittens, Totalitarismus ist ein breit angelegtes Konzept der AusŸbung der Macht durch eine Partei oder eine Person in einem Land durch Gewalt, ohne durch Gesetze oder Regeln eingeschrŠnkt zu sein.

Das vielleicht beste Buch Ÿber Totalitarismus ist Elemente und UrsprŸnge totaler Herrschaft (1958) von Hannah Arendt.

 

Demokratie schlie§lich ist eine Regierungsform in der die Vorstellungen der BŸrger die Politik des Gemeinwesens bestimmen, und in der das Volk eine Regierung aus  dem Volk, durch das Volk und fŸr das Volk wŠhlt. Sie besteht auf der Grundlage des Gesetzes, der Dezentralisierung und Teilung der Gewalten und dem Schutz der grundlegenden Freiheiten und Rechte des Einzelnen.  Sie ist das Gegenteil von Imperialismus, Faschismus und allen Arten von Totalitarismus.

 

- Eine klassische Analyse der Demokratie des amerikanischen Typs ist  †ber die Demokratie in Amerika von Alexis de Tocqueville (1805).

 Jetzt lassen Sie uns ein paar Tatsachen und Ereignisse untersuchen, die in der letzten Zeit in den Vereinigten Staaten stattgefunden haben. Wenn man sie zusammenfŸgt, damit sie ein Ganzes ergeben, so entsteht ein machtvolles politisches und rechtliches Rahmenwerk, das es George W. Bush oder irgendeinem anderen Politiker erlaubt, die Vereinigten Staaten per Dekret zu regieren, anstatt dem Willen des Volkes unterworfen zu sein.

 

Zuerst ist da die imperialistische Doktrin der Neokonservativen vom September 2002, die sich die Bush-Cheney Regierung zu eigen gemacht hat, um die illegale militŠrische Invasion des Irak im MŠrz 2003 zu starten. Dies geschah aufgrund der imperialistischen ãBush-DoktrinÒ Ÿber PrŠventivkriege, von unilateralem Handeln in den internationalen Beziehungen und von selbstgefŠlliger militŠrischer †berlegenheit in aller Welt. Dieser Ÿberheblichen Doktrin der Au§enpolitik folgend, kšnnten die Vereinigten Staaten jedes Land, vor allem im Nahen und Mittleren Osten mit dem Ziel invadieren, dort eine demokratische Regierung zu installieren, die den Vereinigten Staaten und ihren VerbŸndeten freundlich gesonnen ist. Das besetzte Land wŸrde in der Folge ein Modell fŸr andere LŠnder werden, die dann dasselbe politische System und die gleiche Politik ŸbernŠhmen.

 

Wir wissen alle, welcher Erfolg dieser neuen imperialistischen Doktrin im Irak beschieden war und was ihre katastrophalen Konsequenzen sind.

 

Da§ die Bush-Doktrin aus dem Jahre 2002 fŸr die USA das Recht in Anspruch nimmt, andere LŠnder aufgrund von vagen PlŠnen zum sozialen Umbau von Gesellschaften zu invadieren, stellt eine ZurŸckweisung der Prinzipien von NŸrnberg und des Verbots von Angriffskriegen in der Charta der Vereinten Nationen dar, die beide von amerikanischen FŸhrern vor sechzig Jahren ausdrŸcklich unterstŸtzt wurden. So stellt beispielsweise die Charta von NŸrnberg fest, ãeinen Angriffskrieg zu beginnen ... ist nicht nur ein internationales Verbrechen, es ist das Šu§erste internationale Verbrechen.Ò Was die UN-Charta anbetrifft, so verkŸndet ihre PrŠambel, da§  die Charta aufgestellt wurde, ãum kŸnftige Generationen vor der Gei§el des Krieges zu bewahren.Ò

 

Zweitens hat die Bush-Cheney-Regierung in einer Weise, die an das Regime Adolf Hitlers erinnert, als er das Recht auf habeas corpus* in Deutschland am 28. Februar 1933 aufhob, in den Vereinigten Staaten ebenfalls das Recht auf habeas corpus au§er Kraft gesetzt. Am 17. Oktober 2006 unterzeichnete George W. Bush den Military Comissions Act (S.3930), ein Gesetz, das das Recht auf habeas corpus fŸr AuslŠnder, die des Terrorismus angeklagt werden, ebenso aufhebt, wie fŸr Amerikaner und auslŠndische StaatsbŸrger, die von der  Exekutive (also beispielsweise durch den PrŠsidenten oder ein Mitglied seiner Regierung.  A.d.†.) als ãenemy combatantsÒ (feindliche KŠmpfer) klassifiziert wurden. Nach diesem Gesetz kann jede Person, BŸrger oder nicht BŸrger der USA, je nach Laune der Exekutive seines Rechts auf ein ordentliches Verfahren beraubt werden und unbestimmte Zeit in Haft gehalten werden, ohne jede Mšglichkeit, hiergegen Rechtsmittel einzulegen.

 

Die Vereinigten Staaten sind wahrscheinlich das einzige Land in der Welt, in dem das Recht auf habeas corpus au§er Kraft gesetzt ist und werden dennoch weiterhin ein ãdemokratischesÒ Land genannt.

 

Drittens wurde der Defense Authorization Act of 2006 (H.R. 1815) am 30. September 2006 vom Kongre§ verabschiedet und von PrŠsident Bush am 17. Oktober 2006 unterzeichnet. Das Gesetz ermŠchtigt den PrŠsidenten, im Falle eines ãterroristischen EreignissesÒ das Kriegsrecht zu verhŠngen, wenn er oder andere Bundesbeamte die ãšffentliche OrdnungÒ bedroht sehen. Der RŸckgriff auf das Kriegsrecht kšnnte beispielsweise als Antwort auf eine Terror-Attacke geschehen, aber es ist nicht ausgeschlossen, da§ es auch verhŠngt werden kšnnte, wenn es bei Anti-Kriegs-Demonstrationen zu Ausschreitungen kŠme, oder auch im Falle von irgendeiner grš§eren politischen Unruhe. Da die Bush-Cheney-Regierung ungestraft unter einem Vorwand einen Krieg beginnen konnte, fragt sich, was sie daran hindern sollte, unter einem Vorwand das Kriegsrecht zu verhŠngen.

 

Als viertes erinnern wir uns daran, da§ der Kongre§ im Jahre 1807 den Insurrection Act (Gesetz Ÿber AufstŠnde im Land, A.d.†.) mit dem Ziel verabschiedete, die Mšglichkeiten des PrŠsidenten, das MilitŠr innerhalb der Vereinigten Staaten einzusetzen, erheblich einzuschrŠnken. Der Posse Comitatus Act von 1878 verschŠrfte diese EinschrŠnkungen noch, indem er jeder Person, die das MilitŠr innerhalb der Vereinigten Staaten ohne die ausdrŸckliche Genehmigung durch den Kongre§ einsetzt, zwei Jahre GefŠngnis androht.

 

Wšrtlich besagt das Gesetz in Sektion 1385 ( Einsatz von Armee und Luftwaffe als Landsturm): ãWer, au§er in FŠllen und unter UmstŠnden, in denen die Verfassung oder  ein Gesetz des Kongress ausdrŸcklich dazu ermŠchtigt, willentlich die Armee oder die Luftwaffe als Landsturm oder anderweitig einsetzt, um Gesetzen Geltung zu verschaffen, soll nach dieser Vorschrift mit Geldstrafe oder mit GefŠngnis von nicht mehr als zwei Jahren, oder mit beidem bestraft werden.Ò

 

Diese Sicherungen sind jetzt alle entfernt. TatsŠchlich wurde bei der Verabschiedung des John Warner National Defense Act fŸr das Steuerjahr 2007 (H.R.5122)** der Name der SchlŸsselvorschrift im Gesetzbuch von ãGesetz Ÿber AufstŠndeÒ in ãGesetz zur Durchsetzung von Gesetzen zur Wiederherstellung der šffentlichen OrdnungÒ geŠndert.

 

WŠhrend das Gesetz Ÿber AufstŠnde von 1807 vorschrieb, da§ der PrŠsident Truppen innerhalb der Vereinigten Staaten nur dann einsetzen konnte, ãum in einem Staat jedweden Aufstand, gewaltsame Ausschreitungen, gesetzwidrige Zusammenrottungen oder Verschwšrungen zu unterdrŸckenÒ, erlaubt das neue Gesetz dem PrŠsidenten nicht nur, das Kriegsrecht zu verhŠngen und per Dekret zu regieren, sondern es gibt dem PrŠsidenten auch die Macht, Einheiten der Nationalgarde ohne Zustimmung durch den Gouverneur des jeweiligen Staates einzusetzen. Das Gesetz erweitert au§erdem die Liste der FŠlle, in denen die VerhŠngung des Kriegsrechtes zulŠssig ist. Eingeschlossen sind jetzt ãNaturkatastrophen, Epidemien oder ander die šffentliche Gesundheit bedrohende NotfŠlle, terroristische Attacken oder Ereignisse, oder anderweitige UmstŠndeÒ - und diese anderweitigen UmstŠnde sind nicht definiert oder irgendwie eingeschrŠnkt. Aller Schutz gegen den Einsatz des MilitŠrs im Inland ist beseitigt, zugunsten der neuen ErmŠchtigungen fŸr den PrŠsdidenten, nunmehr nahezu nach Belieben verfahren kann.

FŸnftens, die National Security and Homeland Security Presidential Directive (Direktive des PrŠsident zur Nationalen Sicherheit und zur Sicherheit des Heimatlandes), die von PrŠsident George W.Bush am 4. Mai 2007 unterzeichnet wurde, geht noch weiter und legt fest, da§ der PrŠsident im Falle eines ãkatastzrophalen EreignissesÒ  das werden kann, was man am ehesten als de facto Diktator bezeichnen kann: ãDer PrŠsident soll die AktivitŠten der Bundesregierung (aller drei Zweige - Legislative, Judikative und Exekutive. A.d.†., siehe auch talxcala artikel Cohn) leiten, um die verfassungsmŠ§ige Regierung zu gewŠhrleisten.Ò

Das Inkrafttreten der Direktive wurde in den gŠngigen US-Medien so gut wie nicht erwŠhnt und auch vom Kongre§ nicht diskutiert.

 

Sechstens autorisierte die Bush-Cheney-Regierung das Abhšr- und  †berwachungsprogramm der Nationalen Sicherheitsagentur (NSA) das ohne ausreichende richterliche †berwachung erfolgte, ohne da§ das Justizministerium zugestimmt hŠtte, und trotz der EinwŠnde des damaligen Generalstaatsanwalts John Ashcroft. Das †berwachungsprogramm war illegal, weil es gegen den Foreign Intelligence Surveillance Act von 1978 verstie§, nach dem ein Kollegium von Richtern in geheimer Sitzung Ÿber AbhšrantrŠge entscheiden mu§. Wenn eine Regierung beginnt, gegen die Gesetze zu versto§en, gibt es keine Mšglichkeit vorherzusagen, wohin das fŸhren oder wie weit sie dabei gehen wird. Es ist ein offenes Feld.

 

Siebtens gibt es schlie§lich die Praxis, Gefangene zu foltern und anderen entwŸrdigenden Behandlungen zu unterwerfen, obwohl dies eindeutig gegen internationales Recht und gegen die Gesetze der Vereinigten Staaten verstš§t. Es ist wahrhaftig erstaunlich, da§ der Oberste Gerichtshof das Wei§e Haus unter Bush und Cheney im Juni 2006 daran erinnern mu§te, da§ es sich an die Genfer Konvention halten mu§. Es sieht so aus, als konnte man dort nicht von allein darauf kommen.

 

Dieses sind sieben der wichtigsten vielsagenden Entwicklungen, von denen die einige  in den Vereinigten Staaten vollkommen unbemerkt blieben, die aber die VŠter der Verfassung in ihren GrŠbern rotieren lie§en, kšnnten sie sehen, was man ihrem Werk angetan hat. Technisch gesprochen besteht fŸr den DurchschnittsbŸrger weiterhin ein ausreichender Grad von Freiheit der Person in den Vereinigten Staaten, aber dies kšnnte sich im Handumdrehen - oder besser durch einem Federstrich  - Šndern. In den letzten sechs Jahren hat die Bush-Cheney-Regierung die Vereinigten Staaten von Amerika unŸbersehbar in Richtung Imperialismus und Faschismus gerŸckt.

 

- Es ist nicht zu leugnen, da§ wir in schwierigen Zeiten mit gro§en Herausforderungen leben, aber die Amerikaner (und der Rest der Welt, A.d.†.) sollten beten, da§ in der Amtszeit von George Bush kein grš§eres katastrophales Ereignis eintritt, denn alle nštigen Vorbereitungen sind getroffen, um Freiheiten und Freiheitsrechte zu suspendieren und den Amerikanern ein faschistisches Regime aufzuzwingen, wenn sich der Vorwand hierzu bietet. Dies ist ein ernŸchternder Gedanke.

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Rodrigue Tremblay ist von seiner LehrtŠtigkeit befreiter Professor fŸr …konomie der UniversitŠt Montreal. Er ist Autor des Buches

The New American Empire.

Sieh seinen blogue : http://www.thenewamericanempire.com/blog

und sein nŠchstes Buch :

www.TheCodeForGlobalEthics.com/

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A.d.†.

*habeas corpus: Rechtsgrundsatz nachdem einer Person die Freiheit nur aufgrund eines fšrmlichen Gesetzes und aufgrund richterlicher Anordnung entzogen werden darf, also mit angemessener BegrŸndung, die sich auf konkrete, gesetzlich festgelegte GrŸnde beziehen mu§,. Im deutschen Grundgesetz in Artikel 104 Abs. 1 und 2 verankert.  

** John Warner ist Senator der Republikaner fŸr den Bundesstaat Virginia.

 

 

1.

20 Zitate von PrŠsident G.W. Bush zum AmŸsieren oder Nachdenken

 

Darf ich Sie zitieren, Herr PrŠsident?

Gesammelt von Rodrigue Tremblay

 

1. "Ich glaube, dass Gott will, dass ich PrŠsident bin."

["I believe God wants me to be president" is a Bush statement during a meeting with Rev. Richard Land, head of the public policy arm of the Southern Baptist Convention, in 1999.]

 

2. "Ich war) von Gottes Gunst auserwŠhlt, in diesem Moment zu regieren.Ò

 ([I was] "chosen by the grace of God to lead at that moment", is a Bush quotation reported by Michael Duffy in Time magazine immediately after 9/11.)

 

3. "Gott hat mir gesagt, ich solle AI Quaeda angreifen, und ich griff sie an, dann unterwies er mich, Saddam anzugreifen, was ich tat, jetzt bin ich dazu bestimmt, das Problem im Nahen Osten zu lšsen.Ò

 ["God told me to strike at al-Qaeda and I struck them, and then he instructed me to strike at Saddam, which I did, and now I am determined to solve the problem in the Middle East. " comes from a remark made by Bush to Palestinian negotiator Nabil Shaath, made to and reported by BBC News on Thursday, October 6 2005.]

 

4. "Ich vertraue, dass Gott durch mich spricht. Ohne das konnte ich nicht meinen Job. "

 ["I trust God speaks through me. Without that, I couldn't do my job" is a Bush remark to a group of Amish people he met with privately on July 9, 2004, and as published by the Lancaster New Era, July 16, 2004.]

 

5. "Das Problem mit dem Franzšsisch ist, dass sie kein Wort fŸr entrepreneur haben.Ò ('Unternehmer' ist ein franzšsisches Wort)

["The problem with the French is that they don't have a word for 'entrepreneur'" comes from a remark made by Bush during a discussion of the French economy during the 2002 G8 summit in Kananaskis, Alberta, as reported in The Times (London), July 9, 2002.]

 

6. "Sehen Sie, in meiner Arbeit muss man stŠndig Sachen nochmals und nochmals wiederholen, damit die Wahrheit verstanden wird, das ist so etwas, wie die Propaganda katapultieren.Ò

 ["See, in my line of work you got to keep repeating things over and over and over again for the truth to sink in, to kind of catapult the propaganda." comes from  remarks Bush made during a Social Security Conversation at the Athena Performing Arts Center in New York on May 24, 2005.]

 

7. "Ich mšchte nur, dass Sie wissen, wenn wir von Krieg reden, reden wir in Wirklichkeit von Frieden.Ò

 ["I just want you to know that, when we talk about war, we're really talking about peace"  is taken from a Bush speech at the Department of Housing and Urban Development, Washington, D.C., June 18, 2002.]

 

8. "Diese Vorstellung, die USA wŸrden sich darauf vorbereiten, den Iran anzugreifen, ist einfach lŠcherlich. Und, da wir es gesagt haben, liegen alle Optionen auf dem Tisch.Ò

["This notion that the United States is getting ready to attack Iran is simply ridiculous. And having said that, all options are on the table" is a widely known remark that Bush made during a press conference, after a meeting with EU leaders, in Brussels, Belgium, on February 22, 2005.]

 

9. "Das Wichtigste fŸr uns ist, Osama Bin Laden zu finden. Das hat fŸr uns oberste PrioritŠt, und wir werden nicht ruhen bis wir ihn finden.Ò

["The most important thing is for us to find Osama bin Laden. It is our number one priority and we will not rest until we find him" was recorded at a Bush White House press conference in Washington, D.C., on September 13, 2001.]

 

10. "Ich weiss nicht, wo Bin Laden ist. Ich habe nicht die geringste Ahnung, und es ist mir wirklich egal. Es ist nicht so wichtig. Das hat fŸr uns keine PrioritŠt.Ò

["I don't know where bin Laden is. I have no idea and really don't care. It's not that important. It's not our priority" was recorded at George W. Bush's White House press conference in the James S. Brady Briefing Room, Washington, D.C., on  March 13, 2002.]

 

11. "Wir haben die Massenvernichtungswaffen gefunden. Wir haben biologische Labors gefundenÉ und die, die sagen, wir hŠtten die Artefakte verbotener Produktion oder die verbotenen Waffen nicht gefunden, die irren sich, wir haben sie gefunden.Ò

["We found the weapons of mass destruction. We found biological laboratories...for those who say we haven't found the banned manufacturing devices or banned weapons, they're wrong, we found them" is a statement Bush made in Washington, D.C., on May 29, 2003.]

 

12. "Oh, nein, wir werden keine Verluste haben (im Irak).Ò

 ["Oh, no, we're not going to have any casualties [in Iraq]" is a statement made by Bush during a discussion in early 2003 about the Iraq war with Christian Coalition founder Pat Robertson in Nashville, Tennessee, and as quoted by Robertson himself.]

 

13. "Brownie (Michael Brown vom Bundesamt fŸr Katastrophenschutz) leistet eine enorme Arbeit.Ò

(Wenige Tage spŠter wurde er wegen der Katrina-Katastrophe abgesetzt.)

["Brownie (Michael Brown of FEMA), you're doing a heck of a job" is still fresh in everybody's memory; it is a public  statement made by Bush about Michael D. Brown, head of Fema, following Hurricane Katrina, at Mobile Regional Airport in Mobile, Alabama. on September 2, 2005.]

 

14.. "Wenn das hier eine Diktatur wŠre, wŠre es sehr viel leichter, wenn ich der Diktator wŠre.Ò

["If this were a dictatorship, it'd be a heck of a lot easier, just so long as I'm the dictator" is taken from an audio clip of President-elect George W. Bush, at a photo-op with congressional leaders during his first trip to Capitol Hill, Washington, D.C., December 18, 2000; it was also reported on Online NewsHour, Washington, DC, December 18, 2000.]

 

15. "Diese Leute versuchen, den Willen der irakischen BŸrger zu brechen und wollen, da§ wir gehenÉ Ich glaube, der Welt wŸrde es besser gehen, wenn wir gehen wŸrdenÉÒ

 ["These people are trying to shake the will of the Iraqi citizens, and they want us to leave...I think the world would be better off if we did leave..."/This was said by Bush during the presidential debate of September 20, 2004.]

 

16. "Unsere Feinde sind erfinderisch und einfallsreich, und wir auch. Sie hšren nie auf, sich neue Formen auszudenken, unserem Land und unserem Volk zu schaden, und wir auch nicht.Ò

 ["Our enemies are innovative and resourceful, and so are we. They never stop thinking about new ways to harm our country and our people, and neither do we."/Bush's remarks video clipped in Washington, D.C., as he signed the Defense Appropriations Act for Fiscal Year 2005, on August 5, 2004.]

 

17. "Ich habe nicht die leiseste Idee davon, was ich Ÿber die internationale Politik, die Au§enpolitik, denke.Ò

 I donÕt have the foggiest idea about what I think about international foreign policyÓ can be found in Bob Woodward's book "State of Denial".]

 

18. "lch bin der Befehlshaber - sehen Sie, ich brauche nichts zu erklŠren - ich brauche nicht zu erklŠren, warum ich Dinge sage. Das ist das interessante daran, PrŠsident zu sein.Ò

 ["I'm the commander — see, I don't need to explain — I do not need to explain why I say things. That's the interesting thing about being president." can be found in Bob Woodward's book "Bush at War".]

 

19. "Ich bin auch nicht sehr analytisch. Sie wissen, ich verbringe nicht viel Zeit damit, Ÿber mich nachzudenken, darŸber, warum ich Dinge tue.Ò

 ["I'm also not very analytical. You know I don't spend a lot of time thinking about myself, about why I do things" was recorded by journalists aboard Air Force One, on June 4, 2003.]

 

20. "Viele Iraker kšnnen mich heute Abend in einer Ÿbersetzten Radiosendung hšren, und ich habe eine Botschaft an sie: Wenn wir militŠrisch eingreifen mŸssen, wird sich das gegen die gesetzlosen Menschen richten, die Ihr Land regieren, und nicht gegen Sie.Ò

 ["Many Iraqis can hear me tonight in a translated radio broadcast, and I have a message for them: If we must begin a military campaign, it will be directed against the lawless men who rule your country and not against you" comes from the transcript of a Bush speech made on March 17, 2003, days before the U.S.-led invasion of Iraq.]

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Geschrieben am 15. MŠrz 2007 um 22:03 von Woschod

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Rodrigue Tremblay ist von seiner LehrtŠtigkeit befreiter Professor fŸr …konomie der UniversitŠt Montreal. Er ist Autor des Buches The New American Empire.

 

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